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Erhöhung P-Konto

Die unpfändbaren Beträge nach § 850c Abs. 1 und 2 ZPO verändern sich gemäß § 850c Abs. 2a ZPO jeweils zum 1. Juli eines jeden zweiten Jahres. Da erstmalig zum 01.07.2003 anzupassen war, kommt es stets in den ungeraden Jahren zu einer Dynamisierung. Maßgeblich ist die Entwicklung des steuerlichen Grundfreibetrags für das sächliche Existenzminimum nach § 32a Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Wie § 850c Abs. 2a Satz 1 ZPO klarstellt, ist die am 1. Januar des jeweiligen Jahres geltende Fassung des EStG entscheidend.

Bezogen auf den Ausgangswert 8.354 EUR (steuerlicher Grundfreibetrag ab dem 01.01.2014 als Bezugspunkt für die Pfändungstabelle 2015) ergibt sich zu dem am 01.01.2017 gültigen Grundfreibetrag von 8.820 EUR eine Erhöhung um 466 EUR bzw. 5,58 Prozent. Die Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2017, die am 7. April 2017 im BGBl. 2017, S. 750 ff. veröffentlicht wurde, setzt diesen Anstieg um, so dass sich die Pfändungsfreigrenze ab dem 01.07.2017 erhöht:

von  1.073,88 EUR auf 1.133,80 EUR

Sind gesetzliche Unterhaltspflichten zu erfüllen, kommen zu diesem Betrag noch monatlich 426,71 EUR (bisher: 404,16 EUR) für die erste Person, der Unterhalt gewährt wird sowie 237,73 EUR (bisher: 225,17 EUR) für die zweite bis fünfte Person, denen
Unterhalt gewährt wird, hinzu.
Für den Schuldner und seine Angehörigen sind somit mindestens geschützt:

  • 1.133,80 € bei Alleinstehenden (plus 30 % des Mehrverdienstes)
  • 1.560,51 € bei einer Unterhaltspflicht (plus 50 % des Mehrverdienstes)
  • 1.798,24 € bei zwei Unterhaltspflichten (plus 60 % des Mehrverdienstes)
  • 2.035,97 € bei drei Unterhaltspflichten (plus 70 % des Mehrverdienstes)
  • 2.273,70 € bei vier Unterhaltspflichten (plus 80 % des Mehrverdienstes)
  • 2.511,43 € bei fünf/mehr Unterhaltspflichten (plus 90 % des Mehrverdienstes)
    Erst ab einem Monatsnettoeinkommen von 3.475,79 EUR (bisher 3.292,09 EUR) ist der Mehrverdienst voll pfändbar.

Nähere Informationen zum P-Konto erhalten Sie hier.

Quelle:http://www.infodienst-schuldnerberatung.de/wp-content/uploads/Info-zur-Anhebung-der-Pfaendungsfreigrenzen-2017-Infodienst.pdf

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