Aktuelle Lage zum Coronavirus:
Persönliche Besprechungstermine sind bei uns jederzeit möglich.
Sie müssen keinen negativen Coronatest beim Termin vorlegen.
Um die Sicherheit unserer Mandanten zu gewährleisten, wird das gesamte Kanzleiteam wöchentlich auf Covid-19 getestet.
Mehr als die Hälfte unseres Teams ist bereits 1x gegen Corona geimpft.

In Ihrem und unserem Interesse bitten wir um Verständnis, dass wir persönliche Termine nur mit Tragen eines Mund- und Nasenschutzes (FFP2!) ermöglichen können. 

Der Mindestabstand vom 1,5 m – auch während der Besprechung – ist gewahrt. Wir treffen Schutzmaßnahmen.

Unsere Beratungsleistungen umfassen auch die insolvenzrechtlichen Neuerungen, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erlassen wurden (COVInsAG).

Karlstraße 2, 90552 Röthenbach
seit 2007

Staatlich
anerkannte
Insolvenzberatungsstelle

News & Aktuelles

Breaking News: Restschuldbefreiung nach 3 Jahren

Gesetz zur weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung verabschiedet

Der Deutsche Bundestag hat am 17.12.2020 das Gesetz zur weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung verabschiedet. 

Die wichtigsten Änderungen im Vergleich zum Regierungsentwurf:

  • Die Restschuldbefreiung wird nach drei Jahren erteilt. Dies gilt für alle Verfahren, die mit Beschluss des Insolvenzgerichts nach dem 01.10.2020 eröffnet wurden.
  • In der Wohlverhaltensphase sind Geschenke hälftig sowie Lotteriegewinne vollständig herauszugeben; von der Herausgabepflicht sind gebräuchliche Gelegenheitsgeschenkeund Gewinne von geringem Wert ausgenommen (§ 295 Abs. 1 Nr. 2 InsO). Der Schuldner kann außerdem durch das Insolvenzgericht feststellen lassen, ob ein Gegenstand der Herausgabepflicht unterliegt. Die Entscheidung erfolgt durch den Rechtspfleger und löst keine weiteren Gerichtskosten aus.
  • Es bleibt bei der Rückwirkung zum 1.10.2020 sowie der gestaffelten Restschuldbefreiungsdauer bei Antragstellung seit dem 17.12.2019 (Art. 103k EGInsO).
  • Als Erleichterung für die Praxis sieht Art. 103k EGInsO außerdem vor, dass bei Verbraucherinsolvenzverfahren, die bis zum 30.6.2021 beantragt werden, ausreicht, dass der außergerichtliche Einigungsversuch in den letzten zwölf Monaten vor dem Insolvenzantrag erfolglos absolviert wurde.
  • In § 35 InsO wird ein neuer Abs. 3 eingefügt, der dem Schuldner die Pflicht auferlegt, den Insolvenzverwalter unverzüglich über die Aufnahme oder Fortführung einer selbstständigen Tätigkeit zu informieren. Der Insolvenzverwalter wird seinerseits verpflichtet, unverzüglich, spätestens nach einem Monat, über das Ersuchen einer Freigabe der selbstständigen Tätigkeit zu entscheiden.
  • Die Abführungspflichten des selbstständigen Schuldners werden in § 295a InsO neu geregelt. Neu ist, dass der Schuldner beantragen kann, dass der fiktive Bruttoverdienst vom Insolvenzgericht festgesetzt wird. Aufgrund der persönlichen Verhältnisse des Schuldners - verheiratet, Kinder ... - wird der Nettoverdienst zu errechnen sein, auf Grundlage dessen der pfändbare Betrag abzuführen ist.
    Die abzuführenden pfändbaren Beträge des laufenden Jahres sind bis spätestens 31.01. des Folgejahres vollständig zu entrichten.