Aktuelle Lage zum Coronavirus:

Persönliche Besprechungstermine sind bei uns möglich!

In Ihrem und in unserem Interesse bitten wir um Verständnis, dass wir persönliche Termine nur mit Tragen eines Mund- und Nasenschutzes
ermöglichen können. 

Der Mindestabstand vom 1,5 m - auch während der Besprechung - ist gewahrt. Schutzmaßnahmen wurden unsererseits getroffen!

Das Betreten der Kanzlei ist nur mit Mund- und Nasenschutz möglich.

Unsere Beratungsleistungen umfassen auch die insolvenzrechtlichen Neuerungen, die im Zusammenhang mit der "Corona-Pandemie" erlassen wurden (COVInsAG).

 

Karlstraße 2, 90552 Röthenbach
seit 2007

Staatlich
anerkannte
Insolvenzberatungsstelle

A–Z-Verzeichnis rund um die Insolvenz

Wohlverhaltensperiode

In der Regel dauert die Wohlverhaltensphase sechs Jahre, gezählt ab dem Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Seit Juli 2014 besteht jedoch unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, die Dauer herabzusetzen.

Wenn nach drei Jahren 35% der Schulden zurückgezahlt wurden und der Schuldner die Verfahrenskosten begleichen konnte, endet danach die Wohlverhaltensphase. Ansonsten kann das Verfahren auch auf fünf Jahre verkürzt werden, sofern der Schuldner die Verfahrenskosten zahlen konnte.

Die Wohlverhaltensperiode ist die Voraussetzung für einen Schuldner, der in den Genuss der Restschuldbefreiung gelangen möchte. Allerdings gilt es in dieser Zeit, einige Verpflichtungen zu beachten. Dazu gehört unter anderem,

  • eine angemessene Erwerbstätigkeit auszuüben oder sich um eine solche zu bemühen und keine zumutbare Tätigkeit abzulehnen. Ist er selbstständig tätig, muss er seine Gläubiger durch Zahlungen an den Treuhänder so stellen, als wenn er in einem angemessenen Dienstverhältnis tätig wäre
  • Vermögen, das er von Todes wegen oder mit Rücksicht auf ein künftiges Erbrecht erwirbt, zur Hälfte des Wertes an den Treuhänder herauszugeben. Damit soll ein Anreiz geschaffen werden, das Erbe nicht auszuschlagen.

Die Gläubiger dürfen während der Wohlverhaltsperiode nicht in das Schuldnervermögen vollstrecken.

Ist die Laufzeit der Wohlverhaltsperiode verstrichen, so entscheidet das Insolvenzgericht nach Anhörung der Insolvenzgläubiger, des Insolvenzverwalters und des Schuldners durch Beschluss über die Erteilung der Restschuldbefreiung.

 

 

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